Über uns

 
Historie

Der FMC (Flug- und Modellclub)-Königslutter wurde im Jahr 1969 von einer Handvoll Modellflug-Enthusiasten gegründet. Einige ältere Mitglieder aus dieser Zeit sind dem Verein immer noch treu.

Das erste Fluggelände befand sich östlich der K9 gegenüber des heutigen Flugplatzes. Im Zuge der Ausweisung des Lutterlandbruchs als Naturschutzgebiet in den 80er Jahren musste der Verein dieses Gelände aufgeben und auf den heutigen Standort umziehen. Er befindet sich zwischen Schoderstedt und Beienrode auf einer ehemaligen Bauschuttdeponie. Die Herrichtung der Flugwiese erforderte einen enormen Aufwand, da das Gelände alles andere als eben war. Schweres Gerät und viele freiwillige Arbeitsstunden waren erforderlich, bis der Platz endlich nutzbar war. Die hölzerne Vereinshütte wurde in einer spektakulären Aktion kurzerhand am Haken eines Baggers zu seinem neuen Standort transportiert. Aber dann konnte es endlich weitergehen.



Einen schweren Schlag, der bis in die heutige Zeit seine Auswirkungen zeigt, musste der Verein im Jahre 2004 hinnehmen. Durch Brandstiftung wurde das Vereinsheim mitsamt des gesamten Inventars zerstört.

Der Wiederaufbau erforderte ein weiteres Mal den Einsatz vieler fleißiger Helfer und etliche zusätzliche Arbeitsstunden. Eine Spendenaktion ortsansässiger Geschäftsleute trug mit dazu bei, Gerätschaften und RC-Equipment für die Jugendarbeit neu zu beschaffen. Aus versicherungstechnischen Gründen musste das neue Gebäude aus Stein gebaut sein. Das Genehmigungsverfahren dafür erstreckte sich über etliche Jahre und erforderte unter anderem ein teures und aufwändiges Gutachten.


Naturschutz im Verein

Das Vereinsgelände befindet sich im Landschaftsschutzgebiet „Mittleres Schuntertal“. Die abwechslungsreiche Landschaft mit kleinen Kiefernwäldchen, sandigen Hügeln, Tümpeln, Weideland und Feldern und nicht zuletzt die ehemalige Nutzung für den Kies- und Sandabbau sowie die Aufschüttung des Deponiehügels haben einen wertvollen Lebensraum entstehen lassen, der durch die Nutzung als Modellfluggelände noch wertvoller geworden ist. Was für Modellflugzeuge gut ist, ist offensichtlich auch gut für bestimmte und vor allem seltene Vogelarten. So wurden durch ein Gutachten im Einflussbereich des Modellflugplatzes mehr als 37 Brutvögel verschiedenster Vogelarten in 104 Revieren kartiert. Davon waren sogar mehrere Rote-Liste-Arten! Darüber hinaus wurden insgesamt 33 Arten als Nahrungsgäste beobachtet, die besonders die Freifläche

der Flugwiese schätzen.

Die Voraussetzungen dafür werden unter anderem durch die regelmäßige Maht der selbstverständlich ungedüngten Flugwiese und den Beschnitt der auf der Südböschung wachsenden Bäume geschaffen. Als Ausgleichsmaßnahme für die bebaute Fläche des Funktionsgebäudes wurde eine 300 Quadratmeter große Fläche des Parkplatzes aus der Nutzung genommen, um dort die Entwicklung eines Magerrasenstandortes zu ermöglichen. Außerdem hat der Verein in den letzten Jahren eine Buchenhecke und gut 60 heimische Büsche und Bäume gepflanzt, um standortfremde Gehölze zu ersetzen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Technische Entwicklung

Die Modellfliegerei hat durch die Entwicklung auf dem Gebiet der Computertechnik und Elektronik enorme Fortschritte gemacht. Alleine die Sicherheit der Funkübertragung hat sich deutlich verbessert. In der Anfangszeit mussten wir uns die Funkbänder noch mit CB-Funkern teilen, was immer wieder zu Abstürzen geführt hat. Die Einführung des auch heute noch genutzten 35Mhz-Bandes für den Modellbau brachte einen deutlichen Fortschritt. Inzwischen sind die meisten aber auf das 2,4 Ghz-Band umgezogen, was auch gegenüber Störungen durch Elektromotoren unempfindlich ist. Außerdem ist das gegenseitige Stören durch eine Kanaldoppelbelegung nicht mehr möglich.

 

Aktuelle Aktivitäten

Während in der Anfangszeit der Modellfliegerei ausschließlich Verbrennungsmotoren zum Einsatz kamen, ist heute auch in größeren Modellen meistens ein Elektroantrieb zu finden. Um antriebslose Segler in die Luft zu bekommen, wird bei uns viel Flugzeugschlepp gemacht. Dabei wird der Segler von einer kräftigen Motormaschine an einer Leine auf Höhe gebracht. Dort angekommen klinkt der Segler die Schleppleine aus und kann sich auf die Suche nach thermischen Aufwinden machen. Durch die abwechslungsreiche Umgebung des Flugplatzes gibt es immer wieder Stellen an denen sich Thermikblasen ablösen und ausdauernde Segelflüge möglich machen. Durch die erhöhte Lage auf dem Deponiehügel bietet sich zudem an der nach Süden ausgerichteten Hangkante bei entsprechender Windrichtung  auch die Möglichkeit, den dort entstehenden Hangaufwind zum Segeln zu nutzen. Flüge von einer Stunde Dauer sind dort schon gemacht worden.


Teilnahme an Wettbewerben

Zwei Vereinsmitglieder nehmen regelmäßig an Wettbewerben teil und belegen dort auch immer wieder vordere Plätze. Zur Zeit sind das der ESC-Cup für Semiscale-Flugzeuge und die Deutschen Meisterschaften im Seglerschlepp. Der Verein ist im DMFV (Deutscher Modellflieger Verband) organisiert, der auch Ausrichter der Wettbewerbe ist. In der nächsten Zeit ist auch eine Teilnahme an Speedflugwettbewerben geplant. Einige Vereinsmitglieder trainieren schon eifrig dafür.


2017 haben wir erstmals einen Vereinswettbewerb für die RES-Klasse und Elektrosegler ausgerichtet.


Auswärtige Aktivitäten

Zwei Mitglieder betreiben die seltene Sparte des Modellballonfahrens. Dafür sind sie europaweit unterwegs und nehmen an Veranstaltungen und angegliederten Wettbewerben teil.

Schon mehrfach waren einige Mitglieder auf der Wasserkuppe, der Wiege der Segelfliegerei. Auch in der nächsten Saison ist wieder eine Gruppenfahrt dorthin geplant.

Etwas weiter entfernt, aber modellfliegerisch hoch interessant sind die Alpen. Mehrere Mitglieder verbringen dort regelmäßig ihren Urlaub.


Der Besuch der Modellbaumesse in Dortmund ist inzwischen auch ein fester Bestandteil der Vereinsaktivität. Einige Mitglieder sind sogar aktiv beteiligt und stellen ihre Flugzeuge dort aus.


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 Modellbau

Um schnell ein „fliegbares“ Modell zu besitzen, greifen heute viele Modellflieger zu fast fertigen Bausätzen, die es in allen Preis und Qualitätsklassen zu kaufen gibt. Es gibt aber auch in unserem Verein noch echte Modellbauer, die sich ihre Modelle selbst bauen und auch ihr Wissen gerne weitergeben. Das findet in den Wintermonaten unter anderem in unserer Jugendwerkstatt in Königslutter statt.




Flugtage

In den Anfangsjahren des Vereins gab es regelmäßig Großveranstaltungen in Form von Flugtagen die seinerzeit Scharen von Besuchern anlockten und eine nicht unerhebliche Einnahmequelle darstellten.

Die Belange des Naturschutzes und diverse Vorschriften machen es inzwischen auch großen Vereinen kaum möglich, heutzutage noch derartige Events auszurichten. Trotzdem haben wir es im September 2018 erstmalig geschafft, einen Flugtag zu veranstalten.  

Im Rahmen der Jugendarbeit richtet der Verein in Zusammenarbeit mit der Stadtjugendpflege der Stadt Königslutter jedes Jahr das Ferien(s)passfliegen aus. Im den letzten beiden Jahren haben wir auch für die Stadt Schöningen eine Ferienaktion durchgeführt. Zudem hatten wir im Jahr 2014 einen Kindergarten zu Gast.
                               





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